HAARERKRANKUNGEN

Alopecia areata : Autoimmun ist eine Krankheit. Es tritt plötzlich ein, und führt zu kreisförmigen Haarausfall. Bei manchen Patienten fallen die Haare in ovaler Form aus, bei einigen bleiben sogar nur eine geringe Anzahl an Haaren übrig.


Alopecia totalis : Hierbei handelt es sich um eine schwerwiegende Krankheit mit komplettem Haarverlust. Bei einigen Fällen beobachtet man sogar Wimpern und Brauenausfall. Die Haarwurzeln befinden sich in einer Telogenphase. Bei 33% der Patienten, die unter Alopecia Totalis und Alopecia Universalis entwickeln sich die Haare innerhalb des ersten Jahres wieder. Jedoch besteht keine Garantie dafür, dass die Krankheit sich nicht wiederholt.


Alopecia universalis : Der Ausfall von sämtlichen Körperhaaren bedingt durch eine medizinische oder physische Erkrankung. Unter physische Erkrankung fallen die Zerstörung der Haarwurzeln durch Antikörper, hervorgerufen durch das Immunsystem. Was zu einer erneuerten Aktivierung der Haarwurzeln führen würde, ist unklar. Unter den medizinischen Auslösern sind u.a. die Medikamente einer Chemotherapiebehandlung sowie einige Erreger mit toxischem Inhalt bekannt.


Hakenschleppkapazität Alopezie : Haarausfall, hervorgerufen durch langanhaltendes Zusammenbinden der Haare durch Frisuren wie Pferdeschwanz oder Dutt.


Cicatricial Alopezie : Haarverlust, hervorgerufen durch Beschädigung oder Verbrennungen der behaarten Kopfhaut.

Telogen effluvium : Auch bekannt als vorübergehender Haarausfall ist diffusen Alopezie die meist angetroffene Erkrankung. Es kann zu einem Haarverlust von 60% führen. Geht man 3 Monate zurück bevor die Erkrankung eingetreten ist, so trifft man in der Regel auf eine Geburt, Beginn einer schweren Diät, schwerwiegende Erkrankung einhergehend mit hohem Fieber, eine schwere Operation, stressbedingter Medikamentenkonsum. Schilddrüsenhormonschwankungen, Eisenmangel, seborrheische Dermatitis, sekundäre Syphillis, sistemischer Lupus erythematodes, Vitiligo u.ä. Erkrankungen können als Ursachen in Frage kommen.

Anagen effluvium : Wird durch die Einnahme von Medikamenten bei der Chemotherapiebehandlung hervorgerufen, die die Haarwurzeln beschädigen. Solche Medikamente haben eine toxische Wirkung auf die Haarwurzeln. Mit der Einstellung der Einnahme dieser Medikamente kann nach 6 Monaten neuer Haarwuchs beobachtet werden.
Bei solchen Haarausfällen ist die Befolgung folgender Tipps sehr heilfreich, wie z.B.:
1. Vernwenden Sie Schampoos mit niedrigem ph-Wert
2. Verwenden Sie weiche Bürsten
3. Stellen Sie Ihren Fön auf eine niedrige Stufe
4. Verwenden Sie keine Haarfärbemittel
5. Lassen Sie Ihre Haare nicht fönen
6. Verwenden Sie keine Rundbürsten
7. Lassen Sie Ihre Haare kurz schneiden. Kurze Haarmodelle lassen die Haare fülliger und stärker erscheinen und vermindern Ihren Haarausfall
8. Tragen Sie zum Schutz Ihrer Haare vor der Sonne eine Kopfbedeckung, wie Hüte, Schals oder tragen Sie auf Ihre Haare Cremes oder Öle mit Sonnenschutzfaktor auf.
9. Verwenden sie Satenüberzüge für Ihre Kissen.


Tinea capitis : Hierbei handelt es sich um eine ansteckende Pilzerkrankungen, die häufig bei Kindern im Alter zwischen 4 und 14 zu sehen ist. Die Symtome sind die folgenden: Juckreiz der Kopfhaut, kreisförmige Schuppenbildung auf der Haut, Rötung, Haarverlust an manchen Stellen, kleine, schwarze Punkte auf der Kopfhaut oder auf den kahlen Stellen. Bei schwerwiegenden Fällen trifft man auf Eiterbildungen in der Haut.


Erkennen : Ein Ausreissen der Haare durch den Patienten, hervorgerufen durch eine psychische Störung. Manchmal handelt es sich hierbei um eine vorübergehende, schlechte Angewohnheit, jedoch kann dieser Zustand auch das Signal eines schwerwiegenden, psychischen Problems sein. Am häufigsten tritt es bei jungen Mädchen vor oder während der Pubertät ein. Bei solchen Fällen muss die Unterstützung eines Psychiaters in Anspruch genommen werden.

Systemischer Lupus erythematodes (SLE) :Hierbei handelt es sich eigentlich um keine wirkliche Haarkrankheit, sondern um eine Autoimmunkrankheit, bei der das Kollagen beeinträchtigt wird. Vielerlei Krankheiten können als Begleiterscheinung Haarausfall hervorrufen.

Sekundäre Syphilis : Auf der Kopfhaut fallen in bestimmten Grenzen Haare aus. In der regel beginnt der Haarausfall 2 - 8 Wochen nach Bildung von Schankerartigen Läsionen. Dieser Haarausfall ähnelt einem Mottenfrass.
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