Durch plastische Chirurgie entstehende Kosten werden von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen unter bestimmten Umständen anteilig oder vollständig übernommen. Dies gilt auch bei Haartransplantationen.
Allgemeine Voraussetzungen
Grundsätzlich verhält es sich bei der Gesetzlichen und der Privaten gleich: Eine Kostenübernahme ist nur möglich, wenn sie der Gesundheit dient. Dies muss aus einem ärztlichen Gutachten hervorgehen. Wird Ihre psychische Gesundheit durch Haarverlust enorm belastet, so benötigen Sie also eine schriftliche Bestätigung von einem Psychologen. Diese muss bescheinigen, dass eine Haartransplantation wegen starker psychischer Einschränkungen medizinisch nötig ist. Sind Sie gesetzlich krankenversichert, ist es möglich, dass Sie zusätzlich ein Gutachten vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) vorlegen müssen.
Eine Chance auf finanzielle Unterstützung durch ihre gesetzliche oder private Krankenversicherung haben Sie also nur, wenn Sie die medizinische Notwendigkeit eines Eingriffs belegen können. Somit müssen Patienten die Kosten für Haartransplantationen im Normalfall selbst übernehmen.
Geht es allerdings um Folgen von Unfällen oder medizinischen Eingriffen, leisten Krankenversicherungen in der Regel finanzielle Unterstützung. Dabei kann es sich beispielsweise um die Behandlung von Verbrennungsnarben auf der Kopfhaut oder um Brandwunden handeln.
Gesetzliche vs. private Krankenversicherungen
Sowohl bei den gesetzlichen als auch bei den privaten Krankenversicherern sind die Leistungen der Anbieter sehr unterschiedlich. Ganz allgemein bietet die private Variante einen höheren Versicherungsschutz, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich.
Zudem ist sie gerade für junge und gesunde Menschen sowie für viele Besserverdiener die preisgünstigere Wahl. Grund ist, dass die Private die Beiträge nicht nach dem Einkommen, sondern nach Alter, Gesundheit und weiteren Risikomerkmalen berechnet. Größter Nachteil ist, dass die Beiträge parallel zum Alter steigen und somit für ältere Versicherte teuer sein können.
Die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung haben unter anderem Studenten, viele Selbständige sowie Arbeitnehmer mit einem erhöhten Einkommen (über der Versicherungspflichtgrenze). Können Sie zwischen beiden Formen wählen, so informieren Sie sich detailliert über beide Varianten, um zu ermitteln, welche für Sie die bessere ist.
Bild: panthermedia.net Andreas Wolf
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